Die Wirtschaft ist immer auf der Suche nach neuen Wegen zur Optimierung der Betriebsergebnisse und der 3D-Drucker gehört zu den technischen Geräten, die den Produktionsbereich bei Airbus inzwischen in vielen Bereichen unterstützen. Insbesondere Ersatzbauteile für Airbus werden verstärkt mit den leistungsstarken 3D-Druckern direkt im Werk angefertigt, um die Lieferung durch Zulieferer und die kostenintensiven Lagerungskosten einschließlich des notwendigen Platzbedarfs Schritt für Schritt zu reduzieren.

Mit dem 3D-Drucker wird die Airbus Eigenherstellung von Ersatzbauteilen gefördert und auch die Abhängigkeit vom Zeitplan der Zulieferfirmen gedrosselt. Die Materialersparnis durch den 3D-Drucker ist zudem so hoch, dass bei der Herstellung in Eigenproduktion enorme Mengen Rohstoffe und Kosten gespart werden können. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ebnet der 3D-Drucker für Airbus also den Weg in die Zukunft.

Airbus profitiert vom innovativen 3D-Druck

Nicht nur bei Airbus, sondern in allen industriellen Bereichen, ist der 3D-Drucker auf dem Vormarsch. Für Airbus eröffnen sich mit den Drucktechniken neue Horizonte, denn es sollen in Zukunft nicht nur Ersatzteile für die Flugzeuge schneller und leichter gebaut werden, sondern ganze Flugzeuge sollen mit Hilfe der neuen Verfahren angefertigt werden. Der rasante Fortschritt der Technik erlaubt es die einzelnen Bauteile mit höchstmöglicher Präzision und weniger Gewicht herzustellen.

Somit wird das Gesamtgewicht der Flugzeuge reduziert und weniger Treibstoff verbraucht. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern ist auch ein weiterer Pluspunkt, der sich in der Bilanz positiv bemerkbar macht. Die Stabilität der einzelnen Teile soll natürlich so hoch wie möglich sein. Poröse Stellen, die aufgrund zu dünner Teile auftreten, dürfen gar nicht vorkommen. Hier muss der Wunsch nach einer Senkung der Kosten durch leichtere Teile mit der Verantwortung für das sicherere Fliegen bei Testflügen in Einklang gebracht werden.

Die Eigenherstellung mit dem 3D-Drucker macht Airbus flexibler

Solange die Zulieferung vorgabengerecht abgewickelt wird, ist bei Airbus auch ohne die Nutzung der 3D-Drucker ein reibungsloser Ablauf gewährleistet. Hin und wieder können bei den Zulieferern jedoch Engpässe entstehen, die dann sofort auch für Airbus negative Folgen haben. Zudem gilt, je kürzer die Produktionskette ist, desto kostengünstiger ist das Endergebnis.

Der Einstieg in die Eigenherstellung von Bau- und Ersatzteilen für die Flugzeuge macht Airbus unabhängiger von den Konditionen der Zulieferfirmen. Die eigene Produktion neuartiger Bauteile sichert gleichzeitig die interne Weiterentwicklung bei Airbus langfristig ab.

Letztes Jahr stellt Airbus auf der Internationalen Flugausstellung in Berlin das erste Flugzeug aus dem 3D-Drucker mit einer einzigartigen, neuen Gitterstruktur vorgestellt. Thor ist aus dreieckigen Gitterstrukturen aufgebaut, die dem Flugkörper die notwendige Stabilität und gleichzeitig ein sehr geringes Gesamtgewicht verleihen. Einen ersten Testflug hat das Flugzeug aus Polyamid bereits erfolgreich überstanden. Die Gewichtsreduzierung jedes einzelnen Teils führt wie schon beschrieben dazu, die Flugleistung zu optimieren. Airbus arbeitet weiter daran, die Fertigung zu optimieren und den Flugzeugkörper in Zukunft in einem Stück drucken zu können. Allzu lange wird das wahrscheinlich nicht mehr dauern.

  • Posted on 15. August 2017
  • Written by 3dworld
  • Categories: 3d druck
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