Egal in welcher Form oder mit welchem Belag – sich immer die Wunschpizza drucken zu lassen, schien bis vor Kurzem noch vollkommen utopisch. Doch 3D-Entwickler haben bereits 2014 mit dem „Foodini” einen Lebensmitteldrucker herausgebracht, der jede erdenkliche Form aus Schokolade oder Teig herstellen kann. Besonderen Auftrieb hat das Projekt nun durch den italienischen Nudelhersteller Barilla erhalten, der von der Idee Nudeln in allen erdenklichen Formen anzufertigen, begeistert ist.

Seit 2016 gibt es einen weiteren 3D-Pizzadrucker auf dem Markt, den sogenannten „Beehex”. Ursprünglich sollte der 3D-Lebensmitteldrucker die Wunschpizza mit vielen Nährstoffen für Astronauten auf langen Flügen anfertigen. Ein solches Gerät sollte den Weltraumbesuchern das Pizza zubereiten mit pulverartigen Zutaten erleichtern. Hierfür entwickelte der Erfinder Anjan Contractor einen 3D-Drucker.

Allerdings wurde das Forschungsvorhaben von der NASA aufgrund von Budgetkürzungen nicht weitergeführt. Um den Drucker dennoch für Anwender nutzbar zu machen, präsentierte Contractor seinen Drucker erfolgreich im Frühjahr 2016 bei einer amerikanischen Technik-Messe in Texas.

Nahrungsmittel mit dem 3D-Drucker produzieren

Hochwertige Lebensmittel können gezielt für die Produktion der Pizza verwendet werden. Aber auch andere Teigwaren wie Muffins oder Donuts lassen sich mit dem Pizzadrucker individuell anfertigen. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Mit dem Drucker können neue Kreationen einfach ausprobiert werden. Die unterschiedlichsten Materialien lassen sich zu einer außergewöhnlichen Pizza zusammenstellen. Das Ganze startet mit dem Teig, der auf einer warmen Platte verarbeitet wird, danach folgen die frei gewählten Zutaten für den Belag.

In der Industrie für Nahrungsmittel sind 3D-Drucker ein entwicklungsfähiges technisches Gerät. Eine „Biotinte“, die aus unterschiedlichen Zelltypen gemischt wird, wird durch den leistungsstarken 3D-Drucker in eine feste Form gebracht und gibt den Druckergebnissen eine besondere Note. Nicht nur die privaten Verbraucher profitieren von den hochwertigen Lebensmitteln, die mit dem 3d-Drucker individuell erzeugt werden können.

Geschäftsleute aus dem Gastronomiebereich haben ebenfalls die Chance, ein Gerät zu kaufen. In der Gastronomie kann die Technologie neue Anwendungsmöglichkeiten finden, wenn sich die Geschäftsleute an das Experiment mit den 3D-Druckern heranwagen.

Die Düsen machen die Pizza besonders locker

Der Teig für die Pizza wird durch viele Düsen gepresst und Schicht für Schicht locker aufgetürmt. Zurzeit ist danach noch ein Ofen zum Backen notwendig, aber der Forscher Contractor versucht, eine 3D-Druckerkonstruktion mit eingebautem Backofen zu entwickeln.

Der NASA Auftrag für die Erstellung eines 3D-Druckers und der Abbruch der Aktion aus Kostengründen führt nun vielleicht dazu, dass auch Nicht-Astronauten in den Genuss einer Pizza aus dem 3D-Drucker kommen können, wenn die Geräte in Zukunft vermehrt in den Pizza-Gaststätten verwendet werden. Auf diese Art und Weise kann der Test der NASA auf der Erde unter anderen Bedingungen weitergeführt werden und die Gäste entscheiden, ob die Pizza aus dem 3D-Drucker langfristig eine Zukunft haben wird.

  • Posted on 14. August 2017
  • Written by 3dworld
  • Categories: 3d druck, Küche
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