Wer glaubt, dass 3D-Druck nur eine Spielerei für das eigene Zuhause ist, der liegt dabei falsch. Schon seit einigen Jahren wird das Prinzip des 3D-Drucks in der Industrie in einem sehr breiten Spektrum verwendet und überzeugt durch die Leichtigkeit, mit der neue Geräte und Elemente hergestellt werden können.

Das Haus, das im 3D-Drucker entstand

Die Idee klingt zwar noch etwas futuristisch, könnte aber tatsächlich bald Wirklichkeit werden. Bis jetzt war das Prinzip des 3D-Drucks ganz einfach: In einem Drucker wird ein Stoff geschmolzen. Eine dünne Spritze bewegt sich dann hin und her und zeichnet dabei bestimmte Strukturen nach, die gebaut werden sollen. Dabei ist die Größe des zu bauenden Objektes natürlich beschränkt, das Objekt muss kleiner sein, als die Dimension des Druckers.

Diesem Problem wurde nun ein Ende gesetzt. Forscher arbeiten mit Hochdruck an einem System, welches aus mehreren 3D-Druckern besteht. Diese Drucker arbeiten zusammen und können auch von außen bewegt werden. So können größere Strukturen, in Zukunft ganze Häuser, komplett aus einem 3D-Drucker hergestellt werden. Wie lange es allerdings noch zum ersten gedruckten Haus dauernd wird, ist zurzeit unbekannt.

Metall im 3D-Drucker

Bis vor einigen Monaten wurden 3D-Drucker nur mit Plastik gefüttert. Das hat den Hintergrund, dass Plastik extrem einfach zu schmelzen und zu bewegen ist. Es trocknet sehr schnell, wenn es an die Außenluft kommt, ähnlich wie bei einer Heißklebepistole. Allerdings gibt es viele Anwendungen, bei denen Gegenstände aus Plastik leider nicht die nötige Stabilität bieten. So muss zum Beispiel der Rahmen eines Autos nicht aus Plastik, sondern aus Metall hergestellt werden.

Da das Drucken mit einem 3D-Drucker in der Regel günstiger ist, als das Fräsen eines Metallstückes, wurden die 3D-Drucker nun so umgerüstet, dass sie auch Metall schmelzen können. Diese Weiterentwicklung ist allerdings nicht ganz so einfach, denn Metall schmilzt erst ab einer sehr hohen Temperatur und hat völlig andere Eigenschaften als sein Vorgänger.
Die ersten Gegenstände aus Metall wurden schon gedruckt, diese Methode soll in Zukunft noch weiter perfektioniert werden. Audi plant dabei in seinem Werk in Ingolstadt schon Prototypen für Autos aus dem Drucker. So sollen Autos in Zukunft ganz einfach auf einem 3D-Drucker hergestellt werden können. Bis dieser Traum wahr wird, werden allerdings noch viele Jahre vergehen.
Die Industrie hat die Stärken des 3D-Drucks erkannt und nutzt sie schon in vollem Maße aus. Es ist anzunehmen, dass sich dieser Bereich der Industrie auch noch weiterentwickeln wird, zum Beispiel werden schon weitere Stoffe gesucht, die in 3D-Druckern eingesetzt werden können.

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